Soeben erhielten wir die Nachricht, dass die Zwangsversteigerung des Vio.Me-Geländes auch heute, am 18.1.2018, erfolgreich blockiert werden konnte. Wir freuen uns mit den Vio.Me-Kolleg*innen über die gelungene Aktion!

Video von der Aktion (griechisch)

Das Video beinhaltet ein kurzes Interview mit dem Kollegen Makis von Vio.Me, das etwa den folgenden Inhalt hat:

Auch am 18.1. war kein Anbieter da. Es hat einige kleinere Streitigkeiten verbaler Natur gegeben, weil die Zeit, die für die Abgabe eines Angebots vorgesehen war, „willkürlich“ überzogen wurde (5 oder 10 Minuten). Es ging nicht darum, ob doch noch ein Anbieter kommen würde, sondern um reine Schikane gegen die Viome-Demonstranten.

(Weitere Informationen in Kürze)

 
Publiziert am von Monika | Kommentare deaktiviert für Wie geht es weiter mit Vio.Me?

Der Kampf gegen die Zwangsversteigerung des Vio.Me-Geländes geht weiter

Am Donnerstag, den 11.01.2018, sind die Vio.Me-Arbeiter*innen in Begleitung von ca. 120 Mitstreitern erneut in das Gerichtsgebäude von Thessaloniki eingezogen, um die Zwangsversteigerung des Fabrikgeländes zu verhindern und ihre Forderung nach der Nutzung eines Siebtels des Geländes zu bekräftigen.

Nach mehreren erfolglosen Versuchen der Versteigerung in 2017 wurde diesmal der Angebotspreis auf 21. Mio. € gesenkt. Und erneut gelang es den Kolleg*innen, mögliche Anbieter abzuschrecken. Offensichtlich will kein Anbieter zu diesen Bedingungen und mit der Belegschaft von Vio.Me und der Solidaritätsbewegung an der Backe ein Angebot abgeben.

Im Hintergrund gab es Gerüchte, dass der Preis für die nächste Versteigerungen am 18.und 25.01. nochmals auf 15 Mio € gesenkt werden könnte.

Text auf dem Transparent: Lasst uns gemeinsam die Zwangsversteigerungen blockieren.
Wir sind fest entschlossen, unsere Arbeitsplätze mit Würde zu behalten.
VIOME wird in den Händen der ArbeiterInnen bleiben.
Wir lassen nicht zu, dass die Fabrik verkauft und abmontiert wird.

Sobald wir Neuigkeiten von den weiteren Verhandlungen über die Situation bei Vio.Me haben, könnt ihr sie hier und auf unserer Facebookseite nachlesen. GSKK

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ARTE berichtet über Vio.Me

Re: Klassenkampf mit Bioseife (Arte)
Eine griechische Fabrik in Arbeiterhand

„Die Vio.Me-Seifenfabrik im nordgriechischen Thessaloniki ist eines der aufregendsten sozialen Experimente Europas. Die Belegschaft hat ihren Arbeitsplatz vor drei Jahren besetzt. Seitdem sind die Arbeiter ihre eigenen Chefs und verstehen sich als Beispiel für eine Wirtschaftsordnung jenseits des Kapitalismus.
Auf dem Höhepunkt der Finanzkrise ging Philkeram-Johnson, einer der bedeutendsten griechischen Produzenten für Baustoffe und Keramikfliesen, bankrott. Seitdem produzieren die Arbeiter unter dem Namen „Vio.Me“ in Eigenverantwortung ökologische Seife. Unter ihnen gibt es keine Hierarchie, jeder bekommt den gleichen Lohn und alle Entscheidungen werden im Kollektiv getroffen.Doch die Gläubiger von Philkeram-Johnson drängen auf eine Zwangsversteigerung der Fabrik, wodurch die Arbeiter alles verlieren würden. Kann das soziale Experiment bestehen?“

Sendetermine: 16.1.2018 (19:40) und 17.1.2018 (12:15)

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Vio.Me in Thessaloniki braucht Solidarität und Unterstützung. Vertreibt und kauft ihre Produkte!

Im Herbst 2017 haben wir eine Unterschriftenaktion in Deutschland gegen die Beschlagnahme von Maschinen und Rohstoffen im Zuge des Insolvenzverfahrens und für den Erhalt von Vio.Me in Arbeiterselbstverwaltung durchgeführt. Bis jetzt konnte der Zutritt des Insolvenzverwalters verhindert werden.

Nun droht den Kollegen die erneute Beendigung durch die Fortsetzung der gerichtlichen Zwangsversteigerung des gesamten Fabrikgeländes ab Mitte Januar 2018. Dagegen mobilisieren die Kollegen derzeit mit einem Aufruf, den Gerichtstermin massiv zu blockieren und fordern die Abtrennung ihres Betriebsteils aus der Versteigerungsmasse und Übertragung an die Belegschaft.

Ein Beitrag zum Überleben des Projekts war die internationale Solidarität einschließlich des Vertriebs der hergestellten Vio.Me-Produkte. Weiterlesen

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„Bis zum letzten Tropfen“

Brüssel übt im krisengeschüttelten Europa zunehmend politischen und wirtschaftlichen Druck auf öffentliche Versorgungsunternehmen aus und fordert, die Wasserversorgung zu privatisieren. Dabei ist die Lage paradox: Länder wie Deutschland und Frankreich, die in der Vergangenheit mit der Wasserprivatisierung experimentiert haben, führten ihre Wasserversorgung zurück in die öffentliche Hand, drängen dabei aber südeuropäische Länder zur Privatisierung ihrer Versorgungssysteme.

Auf der Grundlage ausführlicher Recherchen, die im Januar 2013 begannen, berichtet „Bis zum letzten Tropfen“ nicht nur über die Wasserversorgungssituation in Europa, sondern offenbart indirekt auch den Verfall der europäischen Wertegemeinschaft. Die Dokumentation spielt in sechs europäischen Ländern, folgt der Spur des Geldes quer durch den Kontinent, beleuchtet die Interessen der Unternehmen, die bis in die oberste Entscheidungsebenen der EU verhandelt werden, und offenbart den verborgenen Kampf um die überlebenswichtigste Ressource überhaupt.

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Rastloses Griechenland

In der Zeit der Krise sind zahlreiche Initiativen der Solidarität entstanden. Viele existieren bis heute.

Von Giovanni Lo Curto, Neues Deutschland vom 9.12.17

Foto: Giovanni Lo Curto

Das Spardiktat der Gläubigertroika hat die griechische Gesellschaft seit Jahren fest im Griff. Es ist ein Instrument der gnadenlosen Ausbeutung und des Ausverkaufs einer ganzen Gesellschaft. »Sparen« heißt das Propagandadiktat, das Umverteilung von Gewinnen und Kapital nach Kerneuropa bedeutet. Hinzu kommen Lohndumping, Arbeitslosigkeit und eine mangelnde Gesundheitsversorgung. Für nach Griechenland Geflüchtete bedeutet es: keine Chance auf eine Aufenthaltsgenehmigung, keine Chance auf einen legalen Arbeitsvertrag, keine Chance, sich ein neues Leben aufzubauen.

Heute befindet sich Griechenland in einem Zustand zwischen einer dauerhaften Normalität der Krise und dem Anschein einer kommenden Phase der Erholung.(…)

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Wir fordern vom Bundestag und von der kommenden Regierung: Deutschland darf sich nicht länger als Zuchtmeister Europas aufspielen, die Privatisierung des Wassers in Griechenland muss gestoppt werden!

Sevim Dağdelen (Mitte), Monika von zur Mühlen und Imke Meyer. Foto: Uwe Hiksch

Das war die Forderung am 13.11.17 vor dem Brandenburger Tor. Die Petition ist an die EU und an den (ehemaligen) Finanzminister Wolfgang Schäuble gerichtet. Schäuble (noch als Finanzminister) weigerte sich, die Unterschriften entgegenzunehmen. Deshalb haben wir uns an Bundestagsabgeordnete gewandt, um ihnen die Unterschriften zu übergeben.  202.000 Unterschriften wurden an die Bundestagsabgeordnete Sevim Dağdelen überreicht, die versprach, die Botschaft an den Bundestag weiterzugeben.

Mittlerweile haben bereits weit mehr als 205.000 Menschen die Petition unterzeichnet. Weiterlesen

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