VIOME erneut in seiner Existenz gefährdet

Immer wieder wird der seit 2013 besetzte und von den Kolleg*innen in Selbstverwaltung geführte Betrieb Viome von Zwangsversteigerung bedroht. Über den bisher erfolgreichen  Widerstand und die breite Solidarität haben wir des öfteren berichtet. (z.B. Jan. 2018, Feb. 2018)

Doch der Oktober bringt neue Schwierigkeiten. Die Justiz hat eine neue Versteigerungsrunde der Muttergesellschaft PHILKERAM angeordnet. Die Termine stehen schon fest:   

>>  25. Oktober 2018
>>   1. November 2018
>>   8. November 2018
>> 15. November 2018
>> 13. Dezember 2018

Das Mindestgebot beträgt 15 Mio. EUR. Die VIOME-Kolleg*innen haben jetzt schon mit der Vorbereitung einer neuen Kampagne begonnen, um ihre berechtigte Existenz zu sichern. Sie wollen sowohl das für den 12. – 14. Oktober geplante CoOpenAir Festival als auch die zahlreichen Solidaritätsstrukturen (im In- und Ausland) gegen die Zwangsversteigerung ihres Betriebes mobilisieren.

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CoOpenAir Festival auf dem VIOME-Gelände 12. – 14. Okt. 2018

Seit Monaten organisieren die Kolleg*innen der besetzten und selbstverwalteten Fabrik VIOME das erste Festival des kooperativen Arbeitens und der Arbeiterselbstverwaltung, eine Mischung aus politischer Zeichensetzung, kultureller Veranstaltung und solidarischer Vernetzung der verschiedenensten Widerstandsprojekte landesweit. Der linke Flügel der kooperativistischen Bewegung in Griechenland wird von selbstverwalteten, nicht-kommerziellen Kollektiven getragen. Ihre Zielrichtung, neben dem realen sozialen Widerstand, ist der langfristige Bruch mit der barbarischen Logik des Marktes, der Ausbeutung und der ökologischen Katastrophe. An der Organisierung des 1. CoOpenAir Festivals beteiligen sich ca. 20 Kollektivstrukturen, die alle selbstorganisiert sind und ausschließlich basisdemokratisch funktionieren. Das Event wird vom 12. bis zum 14. Oktober auf dem Betriebsgelände von VIOME stattfinden. Geplant sind die Vorstellung der teilnehmenden Kollektivprojekte, politische Workshops und Debatten, Infostände, Musikaufführungen und kulinarische Genüsse. Das Fest soll ein Ort der Begegnung und Vernetzung des sozialen Widerstandes und der Solidaritätsbewegung sein.

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Am Rande der Hoffnung

Der ganze Bericht

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Tsipras bringt deutsche Reparationen zurück auf die Tagesordnung

Gerd Höhler, HANDELSBLATT (20.9.2018)

Griechenland meldet dreistellige Milliardenforderungen für deutsche Besatzungsgräuel an. Der Zeitpunkt dürfte kein Zufall sein: Heute ist Bundesaußenminister Maas in Athen.

AthenUm die deutsch-griechischen Beziehungen stand es lange nicht zum Besten. Berlin galt vielen Griechen als treibende Kraft hinter dem „Spardiktat“, unter dem sie jahrelang zu leiden hatten. Mit dem Ende des griechischen Hilfsprogramms schien sich eine Entspannung im Verhältnis zu Deutschland anzubahnen.

Bundesaußenminister Heiko Maas will mit seinem Besuch in Athen helfen, eine neue Seite aufzuschlagen. Aber jetzt sorgen dunkle Schatten der Vergangenheit für Irritationen: Die griechische Regierung bringt das Thema deutscher Reparationen wieder auf die Tagesordnung. Es geht um gewaltige Summen: Griechische Stellen sprechen von rund 300 Milliarden Euro. Die Bundesregierung hält die Forderungen für unberechtigt. (…)“

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Siehe dazu auch:
Athen fordert weiter Reparationszahlungen (Deutsche Welle vom 20.09.2016 )

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Moria: das schlimmste Flüchtlingslager der Welt

Die BBC berichtet aus dem Lager Moria, dem „weltweit schlimmsten Camp für Geflüchtete“ auf Lesbos.  Dort unternehmen schon Kinder Selbstmordversuche – und keine der EU-Regierungen interessiert’s.

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„Griechenland: Ohne Hilfe der Familie geht gar nichts“

Reportage aus Athen: Auch nach dem Ende der Hilfsprogramme dominieren Sorgen vor der Zukunft den Alltag der Menschen. (kurier.at)

© Bild: AP/Panayiotis Tzamaros

Griechenland habe eine lange Reise hinter sich, sei nun aber in Ithaka angekommen, sagte der griechische Premier Alexis Tsipras diese Woche in einer TV-Ansprache. Und zwar genau auf jener symbolträchtigen Insel, der Heimat Odysseus’, die dieser laut griechischer Mythologie nach zehn Jahren voller Abenteuer und Gefahren erreicht hatte.

Über diesen Vergleich können die meisten Griechen nur lachen. Die internationalen Finanzhilfen nach rund neunjähriger Schuldenkrise mögen zwar Geschichte sein, doch das sei noch lange nicht das Ende der Reise, findet etwa der 43-jährige Obsthändler Panagiotis. Der korpulente Mann preist auf dem Wochenmarkt von Sourmena im Athener Süden seine Ware an: Saftige Wassermelonen, duftende Honigmelonen und heimische Kartoffeln.

Nicht genug zum Leben

Jeden Tag sei er auf einem anderen Wochenmarkt, erzählt Panagiotis. Er müsse um drei Uhr morgens aus dem Haus, Feierabend habe er erst gegen 17 Uhr. Von seiner Arbeit leben könne er als zweifacher Vater trotzdem nicht mehr (….)    weiterlesen

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Italienische Arbeiter*innengenossenschaft RiMaflow bedroht

Die italienische Arbeiter*innengenossenschaft RiMaflow, erlebt gerade einen heftigen Angriff und bittet deshalb um Unterstützung. Wie im Text unten erläutert wird, wurde der Direktor der Genossenschaft, Massimo Littieri, inhaftiert. Dies blockiert nahezu die gesamten Aktivitäten der Genossenschaft, eine der symbolstärksten rückeroberten Fabriken in Arbeiter*innenhand in ganz Europa.

Solidarität mit RiMaflow!

Care Lavoratrici e Cari Lavoratori della RiMaflow in lotta,

noi facciamo parte del Comitato di Colonia di Solidarietá per la Grecia (GSKK, www.gskk.eu) in Germania. Noi appoggiamo la lotta del popolo Greco contro le misure restrittive di austeritá da parte dell’Unione Europea. In particolare siamo amici dei Lavoratori della fabbrica VioMet di Tessalonica. Da Loro e soprattutto da Dario Azzellini siamo stati informati dell’ingiusto arresto di Massimo Littieri e dei subdoli attacchi nei confronti della vostra Cooperativa.

Noi ci dichiariamo solidali verso la vostra lotta per la  sopravvivenza della Cooperativa, come anche per la scarcerazione di Massimo.

Viva la solidarietá internazionale

Saluti, Manfred

Solidaritätserklärung (deutsch)

siehe auch: Bericht bei LabourNet Germany

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