Wasser ist Menschenrecht – Stoppt die Wasserprivatisierung in Griechenland

Film: Something in the Water

Petition unterschreiben

wasserprivatisierung2Griechenland soll gezwungen werden, die zwei größten Wasserwerke in Thessaloniki und Athen zu privatisieren. Die Empörung darüber ist groß und der Widerstand wächst. „Die Versorgung mit Wasser ist ein Menschenrecht. Wasser ist ein öffentliches Gut und keine Handelsware.“ Dieser von fast 2 Millionen Menschen unterzeichnete Appell hat 2013 die EU dazu bewogen, Wasser von den Privatisierungsvorhaben auszunehmen – außer in den südlichen Ländern, in denen die Troika die Politik unter Druck setzt, auch die Versorgung mit Wasser zu privatisieren. Weiterlesen

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Der Umgang der bundesdeutschen Machtelite mit der Reparationsfrage – eine Dokumentation

Bis zum Sankt Nimmerleinstag. Der Umgang der bundesdeutschen Machtelite mit der Reparationsfrage – eine Dokumentation

von Karl Heinz Roth

Um die Jahreswende 1945/46 fand in Paris eine Inter-Alliierte Reparationskonferenz statt, auf der Griechenland Kriegsentschädigungen im Umfang von 7,1 Milliarden US-Dollar zugesprochen wurden. Durch diesen Betrag sollte Griechenland in den Stand versetzt werden, die Folgen der deutschen Besatzungsherrschaft zu überwinden. Die Deutschen hatten Griechenland im April 1941 überfallen und in den folgenden dreieinhalb Okkupationsjahren schreckliche Massaker an der Zivilbevölkerung verübt. Sie hatten über 1.0000 Ortschaften niedergebrannt, die Rohstoffressourcen geplündert, hohe Defizite im bilateralen Handelsverkehr aufgebaut und die Zentralbank zur Finanzierung ihrer Kriegführung im östlichen Mittelmeer und in Nordafrika gezwungen. Dadurch war es zu einer Hyperinflation mit einem extremen Anstieg der Lebensmittelpreise gekommen. Allein im Winter 1941/42 verhungerten 100.000 Menschen. Beim Rückzug im Herbst 1944 zerstörten die Deutschen drei Viertel der griechischen Handelsflotte und 80 Prozent des Straßen- und Schienennetzes.

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VIO.ME: Mit Arbeiterkontrolle überleben

Seit Mai 2011 halten die Beschäftigten von VIO.ME in Thessaloniki (Griechenland) ihren Betrieb besetzt, nachdem die  Eigentümer Konkurs angemeldet und die Fabrik aufgegeben hatten. Seither wird der Betrieb unter Arbeiterkontrolle selbstverwaltet und weitergeführt.

Von Geremia Carrara

VIO.ME gehörte über viele Jahre zu einem größeren Firmenkonsortium, der Johnson-Gruppe. Als die Fabrik noch in den Händen der „EigentümerInnen“ lag, wurden dort Baustoffe und chemische Reinigungsmittel hergestellt. Wer einen Fehler gemacht hatte, bekam eine Abmahnung, beim zweiten Fehler erfolgte die Kündigung. Wer eine Toilettenpause brauchte, musste sich darum kümmern, dass die Arbeit von jemand anderem weiter gemacht wurde, die Produktion musste ja laufen. 14-Stunden-Tage waren keine Ausnahme.

Jetzt produziert VIO.ME ohne die Bevormundung durch kapitalistische Manager unter der Kontrolle und Verwaltung der Belegschaft „solidarische“ Produkte, wie z.B. natürliche Reinigungsmittel. Die Beschäftigten haben einen Plan erarbeitetet und festgelegt, dass zukünftig nur noch nützliche und ökologische Produkte hergestellt werden sollen, also biologisch abbaubare Reinigungsmittel wie Handseife oder Waschpulver. Alle sollen das gleiche Geld bekommen, von der Reinigungskraft bis zum Elektriker. Jede Entscheidung soll eine Entscheidung im Konsens sein, so dass niemand ungehört bleibt. Diese Entscheidungen werden in der für alle verbindlichen Generalversammlung getro‚ffen.

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Kaputtsparen geht weiter!

mai17-athen_labournetAusgerechnet am 1. Mai einigte sich die griechische Regierung mit den Gläubigern in Gestalt der Quadriga auf ein neues Sparpaket, das den Weg für die Auszahlung der nächsten Kredittranche freigemachen soll. Diese „Einigung“ sieht erneute Einsparungen im Staatshaushalt in Höhe von 3,9 Mrd. € vor, das entspricht 2% der griechischen Wirtschaftsleistung, und ist ein erneuter brutaler Einschnitt in die Lebensverhältnisse der griechischen Bevölkerung. Es ist stets dasselbe: Rentenkürzungen um bis zu 18 % (mittlerweile ist es die 23. Rentenkürzung in Griechenland), Steuererhöhungen durch Absenkung des jährlichen Steuerfreibetrags um ca. 3000 €, Kürzung von Hilfen für Arbeitslose und weiteren Sozialleistungen, z.B. Zuschüssen zum  Heizen . Ein erneuter Verarmungsschub also, der diejenigen am härtesten trifft, die am wenigsten haben. Staatliche Hilfen für die ärmsten Familien soll es erst nach Auslaufen des derzeitigen Hilfspakets geben. Auch die Arbeitsnehmerrechte sollen weiter beschnitten werden.  Das alles nur, damit Griechenland in die Lage versetzt wird, die im Juni fälligen Zahlungen an die Gläubiger in Höhe von 7 Mrd. € zu leisten. Weiterlesen

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Günter Wallraff zur Wasserprivatisierung in Griechenland

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© Claude Truong-Ngoc / Wikimedia Commons

Günter Wallraff, der die Petition gegen die Wasserprivatisierung in Griechenland frühzeitig unterstützte, hat uns nun das folgende Statement übermittelt:

„Menschenrechte sind unveräußerlich. Auch Wasser ist Menschenrecht. Aus diesem Grund darf nicht auch noch die Trinkwasserversorgung der Gier profitlüsterner, internationaler Konzerne ausgeliefert werden. Deshalb unterstütze ich diese Petition.“

Petition gegen die Wasserprivatisierung auf deutsch
Fremdsprachige Versionen (fünf Sprachen)

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„Die Regierung hat uns belogen!“

savegreekwaterTAZ 7. 5. 2017

Griechenland wird mal wieder zum Sparen gezwungen. Giorgos Archontopoulos kämpft gegen die Wasser-Privatisierung in Thessaloniki.

Interview

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