Räumung der Sozialklinik aufgeschoben!

Ein erster Erfolg:

Die für den 30.6.2018 angekündigte Räumung der Sozialklinik Metropolitane Gemeinde- Klinik Helliniko in Athen wurde wegen der vielen Proteste in Griechenland und international aufgeschoben. Doch damit ist die Gefahr noch nicht gebannt, deshalb rufen wir weiterhin zur Verbreitung und Unterzeichnung der Petition auf.

An: Die Institutionen in Brüssel

Für ein solidarisches Europa – Gegen die Zwangsräumung der Sozialklinik Helliniko!

Bericht (englisch)  auf keeptalkinggreece.

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„Für ein solidarisches Europa – Gegen die Zwangsräumung der Sozialklinik Helliniko!“

Petition

„Mit dieser Petition unterstützen wir die Forderung der Klinik Helliniko nach angemessenen Räumlichkeiten, die kostenlos und selbstverwaltet genutzt werden können.

Wir protestieren gegen die geplante Zwangsräumung der Klinik, solange keine Alternative geschaffen wurde.

Wir fordern außerdem, ab sofort keine weiteren Einsparungen in lebenserhaltenden und gesundheitsgewährleistenden Bereichen vorzunehmen. Mittelfristig fordern wir die Einstellung der Sparauflagen, die in Griechenland bereits jetzt jahrzehntealte Infrastrukturen und die Zukunft ganzer Generationen zerstört haben.

Für ein Ende der zerstörerischen und lebensbedrohlichen Austeritätspolitik und ein solidarisches Europa.

Gesundheit ist ein Menschenrecht!“

Giorgos Vichas, Aktivist der ersten Stunde der Sozialklinik Helliniko

Wiederholt haben wir auf unseren Seiten über die katastrophale Lage des Gesundheitssystems in Griechenland berichtet, die allein durch die Sozialkliniken und andere soziale Projekte gemildert wird. Nun soll die größte Sozialklinik, die Metropolitan Community Clinic Helliniko in Athen, geschlossen werden weil das früher städtische Areal im Rahmen der Auflagen des 3. Memorandums an ein Konsortium von griechischen und ausländischen Investoren verkauft wurde. Die für den 30. Juni 2018 angesetzte Zwangsräumung der Klinik dürfen wir nicht zulassen!

Unterzeichnet die  Petition !

Offener Brief: Gegen die Zwangsräumung der Sozialklinik Helliniko in Athen! Für ein Ende der lebensbedrohlichen Sparmaßnahmen gegenüber Griechenland!

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Ausstellung: Solidarität und Widerstand

Deutsch-griechische Beziehungen während der griechischen Militärdiktatur 1967 – 1974

Öffnungszeiten: 9. Juni bis 26. Juni, 16.30 – 21.00
Griechische Gemeinde Köln, Liebigstr. 120 b, 50823 Köln

Eröffnung: R .Mützenich, G. Wallraff, E. Torossi, S. Skarpelis-Sperk, T. Breustedt (v.l.n.r.)

„Vor 50 Jahren übernahm in Griechenland eine Obristenjunta durch einen Militärputsch die Macht. Das Regime hielt sich trotz griechischen und europaweiten Widerstands sieben Jahre lang. Neben den Niederlanden und Skandinavien bildete die Bundesrepublik Deutschland ein wichtiges Zentrum der Oppositionsbewegungen gegen die Obristendiktatur. Dabei spielten Parteien, Gewerkschaften und politische Stiftungen eine zentrale Rolle. Nicht zuletzt die SPD und an ihrer Seite die Friedrich-Ebert-Stiftung praktizierten Solidarität mit dem Widerstand in Griechenland. Aber auch Exilgriech_innen erhoben ihre Stimme, obwohl der lange Arm der Junta und deren Einschüchterungsversuche bis ins Ausland reichten. Namhafte Medien, besonders herauszuheben sind die Deutsche Welle und der Bayerische Rundfunk, verliehen dem Widerstand eindrucksvoll Bild, Text und Stimme.“ (aus dem Ankündigungstext)
Zu ergänzen ist , dass linke, sozialistische und kommunistische Organisationen maßgeblich den  Widerstand in Griechenland unterstützten und zahlreiche Solidariätsaktionen organisierten. So z.B. die von vielen Organisationen getragene Kampagne für die damals inhaftierten und gefolterten Genossen Christos Bistis und Petros Stangos.

Flyer zur Ausstellung

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Kommt der 4. Bailout – durch die Hintertür?

Quelle: oxi-blog.de

Eigentlich sollte im August 2018 Schluss sein mit den „Rettungspaketen“ für Griechenland und mit den „Reform“- und Sparauflagen der Memoranden. Die Tsipras-Regierung bekräftigte stets, dass sie fest davon ausgehe. Zweifel waren stets angebracht und erhärten sich nun.

Eric Bonse schreibt dazu in seinem EU-Blog „Lost in Europe“ (12. Juni 2018):

„Es klingt harmlos. Statt Griechenland weitere Schuldenerleichterungen zu gewähren, wie der IWF fordert, will Berlin der Regierung in Athen lieber einen Cash-Puffer gewähren. Doch diese Idee hat es in sich.

Sie würde nämlich auf einen vierten, versteckten Bailout hinauslaufen. Athen würde nachträglich viele Milliarden Euro aus dem noch laufenden dritten Programm bekommen, um damit alte Schulden zu bedienen.

Die EU-Kommission hat bereits einen “Puffer” von 11 Mrd. Euro vorgeschlagen. Die Bundesregierung möchte laut “Süddeutsche” noch einmal deutlich draufsatteln – so viel, dass das Geld mindestens bis zur nächsten Bundestagswahl reicht.

Bis dahin würde es also keine Schuldenerleichterungen geben, Athen könnte seine Altschulden trotzdem problemlos zurückzahlen. Doch gleichzeitig würde die Gesamtverschuldung weiter steigen – ein Bailout durch die Hintertür. (…)“    weiterlesen

„Bailout“: jemandem aus der Klemme helfen (to bail out), aber hier sind die Rettungspakete gemeint, die ganz überwiegend zur Rückzahlung der griechischen Schulden bei europäischen Banken bestimmt waren (und zu neuen, höheren Schulden geführt haben.)

 

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Griechenland muss weitere Milliarden aus dem Volk pressen

„Um den Forderungen der Gläubiger zu entsprechen, wurde in Griechenland dem Parlament ein Gesetzentwurf vorgelegt, der Überschüsse von 5 Milliarden Euro gewährleisten soll.

Angesichts der auf den 21 Juni 2018 anberaumten „Eurogruppe“ wurde in Griechenland am frühen Nachmittag des 08 Juni 2018 dem Parlament der Multi-Gesetzentwurf mit den vorab zu erfüllenden Bedingungen für die Vollendung der vierten „Bewertung“ vorgelegt. (…)

Absurde Überschüsse von 5,2 Mrd. € aus Kürzungen und Steuern

(…) Konkret wird veranschlagt, dass die besagten Interventionen bis Ende 2022 bis zu 5,118 Mrd. Euro einbringen werden, wovon 2,918 Mrd. Euro aus den auf die Bahn gebrachten Kürzungen der Renten, 143 Mio. Euro aus den Eingriffen bei den Pflichtbeiträgen zur gesetzlichen Sozialversicherung und Zulagen / Sozialleistungen und die übrigen 2,058 Mrd. Euro aus der radikalen Senkung des (…) Einkommensteuerfreibetrags herrühren werden. Und all dies ALLEIN aus den zusätzlichen Maßnahmen, die auf Verlangen des IWF verabschiedet wurden.“   weiterlesen im Griechenland-Blog vom 10.6.2018

Letztes Sparpaket? – Athen vor Abschluss des Hilfsprogramms

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NRW-Kinopremiere: Briefe aus Athen (1. Juli 2018/ ODEON)

Griechenland zur Zeit der deutschen Besatzung (1941-1944)     Flyer

Der Vater des Regisseurs Timon Koulmasis arbeitet als Assistent am geheimnisvollen Deutschen Wissenschaftlichen Institut Athen (DWI) – ein, von der Besatzungsmacht finanziertes, in Wahrheit aber widerständiges Refugium. Nelly ist eine aus Konstantinopel stammende Kunststudentin, später bekannte Autorin und Künstlerin. Ausgehend vom intimen Briefwechsel zwischen den beiden erzählt Timon Koulmasis die Geschichte einer Liebe zur dunklen Zeit der Besatzung. Dabei zeichnet er ein Bild von Rudolf Fahrner, Gründer des DWI und Freund seines Vaters. Fahrner war enger Vertrauter der Brüder Stauffenberg und gehört zu den Mitverschworenen des Hitler-Attentats vom 20. Juli.

περίληψη
Με φόντο τη γερμανική κατοχή στην Ελλάδα, η ταινία αυτή αφηγείται την ιστορία ενός έρωτα, του πατέρα μου βοηθού-καθηγητή στο μυστηριώδες Γερμανικό Επιστημονικό Ινστιτούτο της Αθήνας – που ενώ λειτουργούσε με γερμανική χρηματοδότηση στην πραγματικότητα ήταν καταφύγιο αντιστασιακών φοιτητών- και της Νέλλης, νεαρής φοιτήτριας στην Σχολή Καλών Τεχνών. Σχεδιάζει επίσης την μορφή του φίλου τους Rudolf Fahrner, ιδρυτή του Ινστιτούτου, έναν απ΄τους ελάχιστους σύντροφους των αδερφών Stauffenberg στην δολοφονική απόπειρα εναντίον του Χίτλερ, στις 20 Ιούλη του 1944, που επιβίωσε μετά την καταστολή που ακολούθησε.

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Generalstreik in Griechenland: Widerstand gegen erneute Rentenkürzungen und Steuererhöhungen

Dem Aufruf zu einem 24-stündigen Generalstreik folgten Beschäftigte bei den öffentlichen Nahverkehrsmitteln in Athen und bei der  griechischen Eisenbahn, Seeleute, Fluglotsen, Lehrer. Das öffentliche Leben wurde in großen Teilen lahmgelegt, es verkehrten weder Eisenbahnen noch Fährschiffe, und auch der Flugverkehr war spürbar eingeschränkt..

„Busse, Bahnen, die Fähren zu den Inseln – alles steht still, als Protest gegen neue Sparmaßnahmen der Regierung, die das ganze gerne ‚letztes Reformpaket‘ nennt. (…) Die Rentner sind nicht die einzigen, die von den Sparauflagen betroffen sind, es ist ein ganzer Katalog von Maßnahmen, die die Regierung jetzt nochmal einsetzt. (…) Dass bei dieser erneuten Belastung die Wirtschaft wachsen wird, bezweifeln Experten. Es fehlt vor allem an Investitionen. (…) Nichts deutet daraufhin, dass es wirklich vorangeht.“

Beitrag im ZDF-Mittagsmagazin (30.5.2018)

Aus: Griechenlandzeitung/ © Eurokinissi

Griechenlandzeitung: Kurzbericht und Fotos

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