Die Leugnung dauert an

Griechenland Die Krise sei vorbei, heißt es nach dem Eurogruppen-Beschluss zum Ende des Kreditprogramms, Athen kehre zur Selbstständigkeit zurück. Was für ein Hohn!

Sebastian Puschner, der Freitag, 22.6.18

„Die griechische Krise ist heute Abend vorbei“: EU-Finanzkommissar Pierre Moscovici am Donnerstag in Brüssel/ Foto: Sakis Mitrolidis

„Ende gut, alles gut in Griechenland? Von wegen. An diesem Donnerstag hat die Euro-Gruppe den Abschluss des Kreditprogramms für das Land in wenigen Wochen vereinbart: „Wir gratulieren den griechischen Behörden und der griechischen Bevölkerung zum erfolgreichen Abschluss des ESM-Programms“, heißt es in der entsprechenden Erklärung.

Nicht nur, dass diese Glückwünsche ein Hohn sind vor dem Hintergrund der ökonomischen und sozialen Folgen jenes Programms unter Ägide des Europäischen Stabilitätsmechanismus‘ (ESM). Nicht nur, dass diese vermeintliche Rettung die griechische Demokratie nachhaltig beschädigt sowie die öffentliche Hand und Gewerkschaften dramatisch geschwächt hat. Tatsächlich endet das Programm nur formal – die Abhängigkeiten von Brüssel, Berlin und auch dem Internationalen Währungsfonds (IWF) dauern an. Letzterer ist zwar fortan nicht mehr direkt beteiligt; Griechenland darf aber nicht alle IWF-Kredite vorzeitig ablösen und bleibt somit in Bringschuld gegenüber seinem Washingtoner Gläubiger. (…)“

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