Wie Syriza lernte, das Establishment zu lieben

von Leandros Fischer (auf adamag.de)

Quelle: flickr.de

„Die Diskussionen um die griechische Linksregierung sind ruhiger geworden. Dabei kann daraus vieles gelernt werden – vor allem, wie linke Politik nicht funktionieren kann. (…)

Ja: Syriza war auch eine Projektionsfläche unserer eigenen Schwäche und Strategielosigkeit als deutsche Linke inmitten der schwerwiegendsten Krise des globalen Kapitalismus seit 1929 – und das in einem wesentlich wichtigeren Land der kapitalistischen Ausbeutungskette als Griechenland. (…)“

Der Werdegang von Syriza zeigt, dass in ihrem gesamteuropäischen Richtungsstreit das Dilemma der Linken nicht lediglich unter dem Dilemma „mehr oder weniger Europa“ oder „Regierungsbeteiligung oder Linkspopulismus“ subsumiert werden kann.  (…)

Eine effektive linke Antwort auf das derzeitige Krisenregime von sich allmählich verschlechternden Arbeits- und Lebensbedingungen setzt auch eine vertiefte Auseinandersetzung mit dem Wesen des bürgerlichen Staates voraus – nicht nur als Regulierer inländischer kapitalistischer Konkurrenz, sondern auch als Quelle von Ideologie, reaktionäres Kontinuum von Repression, sowie als Vorantreiber von Militarisierung und geopolitischer Rivalität. (…)

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