Griechenland gelähmt von der Brandkatastrophe


erschienen bei Telepolis

Brand in Mati. Bild: W. Aswestopoulos

Nahezu sämtliche öffentliche Diskussionen drehen sich um die verheerenden Brände, die politische Verantwortlichkeit, die Sparpolitik und die Konsequenzen

Seit dem Montag, dem 23. Juli ist die Zeit in Griechenland stehen geblieben. Drei Viertel der täglichen Nachrichtensendungen drehen sich nur um dieses Thema. (…)

Die Toten der Brandkatastrophe von Mati beherrschen die Agenda

Nahezu sämtliche öffentliche Diskussionen drehen sich nur um die verheerenden Brände, die im Großraum der Hauptstadt, knapp 30 km vom Zentrum Athens entfernt, eine immer noch nicht endgültig bestimmte Zahl von Todesopfern gefordert haben. Die Opposition verlangt Rücktritte, die Alexis Tsipras als Premierminister mit dem Verweis auf seine politische Verantwortung verweigert. (…)

Statt innerhalb der eigenen Reihen nach Verantwortlichen zu suchen, lässt die Regierung nichts unversucht, um die ihr bekannte Wahrheit zu verschleiern. Dabei wird die Schuld am Desaster auch den Opfern selbst zugeschoben. Nur häppchenweise kommt zutage, dass Tsipras bereits frühzeitig von den Todesopfern gewusst haben muss, dies aber der Bevölkerung bei seinen Ansprachen verheimlichte. „Todesopfer sind erst amtlich, wenn der Gerichtsmediziner den Totenschein ausstellt“, ließ Vizegesundheitsminister Pavlos Polakis die Bevölkerung wissen.

Mittlerweile ermittelt die Staatsanwaltschaft mit Sonderkommissionen, um die Vorgänge aufzuklären und Verantwortliche zu identifizieren. (…)

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