„Wer hat, dem wird gegeben“

http://www.german-foreign-policy.com (erschienen am 13.7.)

ATHEN/BERLIN (Eigener Bericht) – Deutschland zieht mit Hilfe von Darlehen und Staatsanleihen einen Milliardengewinn aus der griechischen Schuldenkrise. Dies bestätigt die Bundesregierung. Demnach belaufen sich die deutschen Profite aus Finanzgeschäften mit Griechenland mittlerweile auf rund 1,34 Milliarden Euro. Hinzu kommt, dass deutsche Firmen vom in der Krise erzwungenen Ausverkauf griechischen Staatseigentums profitieren; zuletzt hat ein deutscher Investor in einem Joint Venture die Mehrheit am Hafen von Thessaloniki gekauft – in Kooperation mit einem überaus reichen griechischen Oligarchen. Zugleich kann der deutsche Discounter Lidl, da die zunehmende Armut zum Kauf preisgünstiger Lebensmittel zwingt, seine Marktanteile in Griechenland gegen seine Supermarktkonkurrenten ausbauen. Wenig beachtete Krisenprofite ermöglicht darüber hinaus die Massenemigration vor allem hochqualifizierter Griechen: In Deutschland sind viele Griechen erwerbstätig, deren teure Ausbildung einst Athen bezahlt hat, deren Fähigkeiten sich nun jedoch die Bundesrepublik zunutze macht – kostenlos.

Ein Milliardengewinn

Deutschland zieht mit Hilfe von Darlehen und Staatsanleihen einen Milliardengewinn aus der griechischen Schuldenkrise. Dies geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage im Bundestag hervor. Demnach belaufen sich die Profite aus Finanzgeschäften unterschiedlicher Art mit Griechenland mittlerweile auf 1,34 Milliarden Euro.

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Petition gegen Wasserprivatisierung: Übergabe von mehr als 170.000 Unterschriften am 19. 7. in Brüssel

Dank tatkräftiger Unterstützung von vielen Seiten haben wir mittlerweile etwa 170.000 Unterstützer für unsere PETITION gewonnen. Diese Zahl beinhaltet auch die Unterschriften auf der mehrsprachigen Plattform Wemove und erscheint dort als Summe (wöchentliche Aktualisierung).

Nach mehrwöchigen Bremühungen haben wir nun auch einen Termin für die Übergabe. Am 19. Juli um 9.00 Uhr werden wir die Unterschriften in Brüssel an Thomas Wieser, Präsident der AG-Eurogruppe, im Pressezentrum des Rates der EU übergeben (Julius-Lipsius-Gebäude, Rue de la Loi/ Wetstraat 175). Wir haben ihn als Ansprechpartner ausgewählt, weil er Chefkoordinator der Euro-Gruppe und Vorsitzender des Wirtschafts- und Finanzausschusses ist und außerdem alle sogenannten „Hilfs“programme für Länder wie Portugal, Spanien und eben auch Griechenland für die Euro-Gruppe vorbereitet. Weiterlesen

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Das GSKK beim Edelweisspiratenfestival 2017

Zum dritten Mal nahm das Griechenlandsolidaritätskomitee Köln (GSKK) an dem Edelweißpiratenfestival 2017 im Kölner Friedenpark teil. Dabei handelt es sich um ein Festival zur Erinnerung an die mutigen, unangepassten Jugendlichen während der NS-Diktatur in Köln. Weitere Informationen hier

Der Fokus unseres Informationsstandes war auf die Solidaritätserklärung des GSKK zur Unterstützung von Vio.Me gerichtet. Horst warb mit seiner Kamera für die Unterschriftenaktion, indem er Besucher des Festivals dazu aufforderte ihre Solidarität zu bekunden indem sie sich mit dem Text unserer Solidaritätserklärung fotografieren ließen. Die Fotos werden auch an die Kollegen von Vio.Me zur Veröffentlichung auf deren Webseite: http://www.viome.org
geschickt.

Unterschreibt unserer Solidaritätserklärung. Die Kollegen von Vio.Me brauchen unsere Unterstützung.  Hier geht es zur Unterschrift

 
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Günter Wallraff zur Solidaritätserklärung für VIO.ME

© Claude Truong-Ngoc / Wikimedia Commons

„Ich unterstütze die Belegschaft von VIO.ME, weil sie ein Beispiel gibt für Heute und für Morgen und weil ihre Leistung vor der Entscheidung ewiggestriger Richter geschützt werden muss. Der Betrieb gehört den Beschäftigten. Sie haben ihn vor der Zerschlagung und dem Ausverkauf gerettet. Das soll so bleiben.“

Solidaritätserklärung unterzeichnen

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SoZ – Sozialistische Zeitung – VioMe vor der Entscheidung

von Manfred Neugroda

Seit Mai 2011 halten die Arbeiter den Betrieb VioMe im griechischen Thessaloniki besetzt (die SoZ berichtete mehrfach zuletzt in SoZ 3/2016), seit Februar 2013 produzieren sie in Eigenregie und als Arbeiterselbstverwaltung Seifen und Reinigungsmittel, seit letztem Jahr sind sie als Sozialkooperative anerkannt.

Aktuell versucht die Justiz, das Projekt durch eine Eilentscheidung endgültig zu zerstören. Seit dem 29.Mai 2017 ist ein Konkursverwalter per Gerichtsentscheid berechtigt, im Auftrag der früheren Eigentümerfamilie alle beweglichen Vermögensgegenstände auf dem Gelände zu erfassen und unmittelbar an beliebige Interessenten zwangszuveräußern. Damit hat er Zugriff auf den gesamten Maschinenpark und alle Werkzeuge, auf die Rohstoffe und Produkte, auf die den Arbeitern gespendete Fahrzeuge, auf alle beweglichen Güter. Da sich auch eine Zweigstelle der Sozialklinik der Solidarität von Thessaloniki und ein Lager für Hilfsgüter für Flüchtlinge auf dem Gelände befinden, wären auch die medizinischen Geräte und Medikamente sowie Hilfsgüter betroffen, für die es keine Belege gibt, die andere Eigentümer nachweisen. Weiterlesen

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