Mittwoch, 25. Juli 2018, Krise und Landraub in Griechenland,19:30 – 22:00 Uhr, Köln

Illustration: Lutz Kübellbäck

Vortrag und Diskussion mit Prof.em. Costis Hadjimichalis (Harokopio Universität Athen)

Die Kreditkrise Griechenlands ist Ausdruck der globalen Krise und fällt mit der zunehmenden Finanzialisierung, also dem Trend zu Investitionen in Vermögenswerte, zusammen. In Griechenland richtet sich das Interesse der Investoren seit 2010 vor allem auf öffentliches Eigentum. Zur bevorzugten Zielscheibe dieser Investoren wurden die wichtigsten Landeigentümer Griechenlands: der griechische Staat, Kirchen, Klöster und Banken.  Weiterlesen

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Rentenkürzungen – und kein Ende?

„Griechenlands Rentner verlieren weitere 20 Mrd Euro

Während in Griechenland ab 2019 neue Rentenkürzungen anstehen, leben schon heute weit über eine Million Rentner mit monatlich gerade einmal 364 Euro!

Laut dem Einheitlichen Rentner-Netzwerk (ENDISY) hat die sogenannte Rentenreform („Lex Katrougkalos“ Gesetz 4387/2016) in den Klassen der Rentner ungeheure Ungerechtigkeiten und Ungleichheiten verursacht.

Wie das ENDISY vertritt, sind die Renten an einem Punkt angelangt, niedriger als die gezahlten Beiträge (!) auszufallen, wobei die Kürzungen bei allen Arbeitsveteranen, die viele Versicherungsjahre hatten, bis zu 30% erreichen. (…)   “                  weiterlesen

Gegen die Rentenkürzungen gab es immer wieder Proteste, hier 2016 (Quelle: Griechenland.net)

„Griechische Rentner protestieren gegen neue Rentenkürzungen

dpa-AFX

ATHEN (dpa-AFX) – Rund 3000 Rentner haben nach Polizeischätzungen am Dienstag im Zentrum Athens gegen neue Kürzungen demonstriert. „Unsere Renten wurde in den letzten Jahren um 60 Prozent gekürzt“, sagte einer der Demonstranten im griechischen Fernsehen.

Einige Demonstranten zeigten sich wütend: „Beschneidet nicht unsere Renten. Schneidet Euren Hals ab“, hieß es auf einem Plakat an die Links-Rechts-Regierung unter Alexis Tsipras gerichtet.

Auch in anderen Städten des Landes gingen Rentner auf die Straßen. Radiosender berichteten von Kundgebungen aus Thessaloniki, Patras, Volos und Heraklion. Die griechischen Renten sollen ab 1. Januar 2019 bis um 18 Prozent gekürzt werden. Damit sollen rund 1,8 Milliarden Euro jährlich eingespart werden./tt/DP/zb“

Quelle

 

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Zinsgewinn dank Euro-Krise

In Griechenland müssen Menschen im Müll suchen, um überleben zu können. Wer die Erpressung des Landes kritisiert, gilt als »Populist« (Athen, 24. Juni 2012) Foto: Pascal Rossignol/REUTERS

Deutschland profitiert von Erpressung Griechenlands und expansiver Geldpolitik der Europäischen Zentralbank

Von Vladimiro Giacché (aus: JUNGE WELT vom 3.5.2018)

Kritiker der neoliberalen Ordnung der Europäischen Union werden gerne als »Populisten« bezeichnet. Nehmen wir die Nullzinspolitik und das Staatsanleihenkaufprogramm »Quantitative Lockerung« (Quantitative Easing – QE) der EZB. Wie oft haben wir diesbezüglich gehört, dass es sich um ein Geschenk für die Südländer und einen Diebstahl auf Kosten des deutschen Steuerzahlers handle? Wie oft wurde diese Anklage gegen EZB-Präsident Mario Draghi erhoben, um die Notwendigkeit einer Zinserhöhung und eines raschen Endes der QE zu bekräftigen?

Der deutsche Sparer

Nun, die Realität sieht anders aus. Am Centro Europa Ricerche (CER) in Rom haben wir im Januar eine einfache Untersuchung gemacht. Es ging um die Berechnung des Unterschiedes zwischen den Zinsen, die die europäischen Staaten für ihre Staatsschulden von 2007 bis 2017 wirklich bezahlt haben, und der Summe, die sie bezahlt hätten, falls die Zinsen für Staatsanleihen auf dem Niveau von 2006 (Frankreich 3,9 Prozent, Deutschland 4,1 Prozent, Italien 4,4 Prozent) auch in den folgenden Jahren konstant geblieben wären. Das Ergebnis: Deutschland hat am meisten Zinsen gespart (280 Milliarden Euro). Es folgen Frankreich (230 Milliarden Euro) und Italien (140 Milliarden Euro). Die gesamte Ersparnis für die Euro-Zone ist beträchtlich: 950 Milliarden Euro. Aber von mehr als 70 Prozent dieser Summe (etwa 690 Milliarden Euro) hat das sogenannte Kerneuropa profitiert, während den peripheren Staaten, die sogenannten PIIGS (Portugal, Irland, Italien, Griechenland und Spanien), weniger als 30 Prozent der Ersparnisse (etwa 260 Milliarden Euro) zugute gekommen sind. (…)               weiterlesen

Vladimiro Giacché ist Ökonom und Mitglied des Wirtschaftsforschungsinstituts Centro Europa Ricerche (CER) in Rom

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Krimi gegen die Wasserprivatisierung in Griechenland

Foto: obs/ZDF/Heinz Wehsling

Das ZDF zeigt am 14. Mai zur Primetime „Fremde Wasser“ nach dem gleichnamigen Kriminalroman von Wolfgang Schorlau um den Stuttgarter Privatermittler Georg Dengler.

„Dengler wird von Dr. Larson, die weltweit Wasserwerke berät, beauftragt, EU-Kommissar Kolidis zu finden, der seit der Explosion seines Segelboots vor Athen verschwunden ist.(…)

Dengler und die Computerhackerin Olga finden Indizien, die darauf hindeuten, dass Kolidis den dunklen Machenschaften eines Energiekonzerns auf der Spur war, bei denen es um die Privatisierung der Wasserwirtschaft geht. Kolidis war, wie auch sein deutscher Kollege und Bundestagsabgeordnete, Andreas Schülkopf, mit dem er auffällig häufig telefoniert hatte, ein entschiedener Gegner der Deregulierung des Wassermarktes und stand damit den Konzernplänen im Weg. Hatte er Informationen, die dem Konzern einen Mordanschlag wert waren?“ (ZDF – weiterlesen)
„…. der mittlerweile vierte Fernsehfall des Privatdetektivs Georg Dengler. Und was der taffe Bursche nach dem mysteriösen Tod von Kolidis zu ermitteln hat, deutet nun der eingeschobene Vorspann an. Bruchstückhaft legen sich wertvolle Informationen über die kunstvoll verwirbelte Ouvertüre: „Die Privatisierung der Wasserversorgung in Griechenland, die von der Troika gefordert wird, öffnet der Korruption Tür und Tor“, sagt eine Nachrichtensprecherin – und diese Machenschaften wiederum öffnen schon bald auch Dengler die Augen für den Ausverkauf eines Landes, das von der Finanzkrise derart in die Knie gezwungen wurde, dass es sich kaum noch zu wehren weiß. Dass einige Menschen in Brüssel und Berlin dabei Reibach machen, ist das andere Thema der „Fremden Wasser“,…“ (Stuttgarter Nachrichten – weiterlesen)

Wasser ist Menschenrecht – Stoppt die Wasserprivatisierung in Griechenland!

Petition unterzeichnen

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Herren im fremden Haus. Griechenland: Abgründe von Demütigung – Berge von Schulden

von Gregor Kritidis, erschienen in Faktencheck Europa (Mai 2018)

„Der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras wird nicht müde, die gute Nachricht zu verbreiten: Griechenland benötige ab Sommer keine neuen Kredite aus den Programmen der EU mehr. Im vergangenen Jahr gab es erstmals wieder ein Wirtschaftswachstum von 1,4 Prozent und einen Haushaltüberschuss vor Schuldendienst von 1,9 Milliarden Euro. Vor dem Hintergrund des einmaligen ökonomischen Einbruchs von mehr als 25 Prozent in der Periode 2010 bis 2015 handelt es sich hier um eine Stabilisierung auf tiefem Niveau.
Von einer realen Überwindung der Krise kann keine Rede sein. Nach wie vor befindet sich die Staatsverschuldung auf hohem Niveau. In absoluten Zahlen nahmen die Staatsschulden seit 2010 bei gleichzeitig sinkender Wirtschaftsleitung von 301 auf 326 Milliarden Euro zu. Mit der Konkurrenzfähigkeit, die vorgeblich durch die „innere Abwertung“ genannte Senkung von Löhnen und Sozialleistungen wiederhergestellt werden sollte, sieht es nicht besser aus als zu Beginn der Krise. Nach wie vor ist die Handelsbilanz negativ, d.h. es wird mehr importiert als exportiert. Die Investitionen liegen weiterhin weit unter Vorkrisenniveau. Gleiches gilt für das Konsumniveau, das auch 2017 sogar weiter gesunken ist. Weiterlesen

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GSKK am 1. Mai auf dem Heumarkt

Wie jedes Jahr informierten sich zahlreiche Besucher*innen an unserem Stand und unterstützten unsere Solidaritätsarbeit mit Spenden. Besonders begehrt waren die Seifen des besetzten und selbstverwalteten Betriebs Vio.me, die zum Solidaritätspreis erworben werden konnten.

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Athen: Proteste gegen Luftangriffe auf Syrien

Bei einer Kundgebung zur Verurteilung der Luftangriffe der USA, Großbritanniens und Frankreichs auf Syrien kam es am Montag in Athen zu heftigen Zusammenstößen zwischen Anhängern der Kommunistischen Partei Griechenlands (KKE) und der Polizei. Die Demonstranten wollten eine Statue zu Ehren des Alt-US-Präsidenten Harry Truman stürzen.

„Heute wollten wir das Symbol des Kapitalismus, das Truman ist, loswerden“, sagte ein Mitglied der kommunistischen Gewerkschaft PAME namens Giorgos Perros. Hunderte von Demonstranten schlossen sich zudem einem Marsch zur US-Botschaft an, die sich in der Nähe der Statue befindet. Mindestens drei Demonstranten wurden verletzt und die Statue erlitt kleinere Schäden, wie lokale Medien berichteten.

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