Das GSKK beim Edelweisspiratenfestival 2017

Zum dritten Mal nahm das Griechenlandsolidaritätskomitee Köln (GSKK) an dem Edelweißpiratenfestival 2017 im Kölner Friedenpark teil. Dabei handelt es sich um ein Festival zur Erinnerung an die mutigen, unangepassten Jugendlichen während der NS-Diktatur in Köln. Weitere Informationen hier

Der Fokus unseres Informationsstandes war auf die Solidaritätserklärung des GSKK zur Unterstützung von Vio.Me gerichtet. Horst warb mit seiner Kamera für die Unterschriftenaktion, indem er Besucher des Festivals dazu aufforderte ihre Solidarität zu bekunden indem sie sich mit dem Text unserer Solidaritätserklärung fotografieren ließen. Die Fotos werden auch an die Kollegen von Vio.Me zur Veröffentlichung auf deren Webseite: http://www.viome.org
geschickt.

Unterschreibt unserer Solidaritätserklärung. Die Kollegen von Vio.Me brauchen unsere Unterstützung.  Hier geht es zur Unterschrift

 
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SoZ – Sozialistische Zeitung – VioMe vor der Entscheidung

von Manfred Neugroda

Seit Mai 2011 halten die Arbeiter den Betrieb VioMe im griechischen Thessaloniki besetzt (die SoZ berichtete mehrfach zuletzt in SoZ 3/2016), seit Februar 2013 produzieren sie in Eigenregie und als Arbeiterselbstverwaltung Seifen und Reinigungsmittel, seit letztem Jahr sind sie als Sozialkooperative anerkannt.

Aktuell versucht die Justiz, das Projekt durch eine Eilentscheidung endgültig zu zerstören. Seit dem 29.Mai 2017 ist ein Konkursverwalter per Gerichtsentscheid berechtigt, im Auftrag der früheren Eigentümerfamilie alle beweglichen Vermögensgegenstände auf dem Gelände zu erfassen und unmittelbar an beliebige Interessenten zwangszuveräußern. Damit hat er Zugriff auf den gesamten Maschinenpark und alle Werkzeuge, auf die Rohstoffe und Produkte, auf die den Arbeitern gespendete Fahrzeuge, auf alle beweglichen Güter. Da sich auch eine Zweigstelle der Sozialklinik der Solidarität von Thessaloniki und ein Lager für Hilfsgüter für Flüchtlinge auf dem Gelände befinden, wären auch die medizinischen Geräte und Medikamente sowie Hilfsgüter betroffen, für die es keine Belege gibt, die andere Eigentümer nachweisen. Weiterlesen

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Und wieder droht der Zwangsverkauf (neues-deutschland.de)

Eine besetzte Seifenfabrik in Griechenland ist erneut bedroht

Von John Malamatinas

Der Kampf der Arbeiter der Ex-Fliesenfabrik VIO.ME in Thessaloniki geht weiter. Trotz vieler Solidaritätsaktionen in ganz Griechenland und anderen europäischen Ländern sowie der Etablierung eines Verkäufernetzwerks ohne Zwischenhändler ist das Projekt wieder akut bedroht: durch den Insolvenzverwalter.

VIO.ME (Viomichaniki Metalleftiki) wurde 1982 gegründet als eine von drei Tochterfirmen der Filkeram AG, die der Familie Filippou gehört. Als diese im Mai 2011 Konkurs anmeldete, besetzten die 30 verbliebenen VIO.ME-Arbeiter ihre Fabrik und stellten die Produktion auf ökologische Reinigungsmittel um. VIO.ME wurde zum Symbol der Selbstorganisierung, die Handseife auch im »nd«-Online-Shop erfolgreich angeboten. Im vergangenen Jahr folgte die offizielle Anerkennung als Sozialkooperative.

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VIO.ME vor Entscheidung: Fortbestehen durch Zwangsversteigerung bedroht! Solidaritätserklärung unterzeichnen !

Der in Eigenregie und Selbstverwaltung produzierende Betrieb VIO.ME, seit dem letzten Jahr als Sozialkooperative anerkannt, ist erneut in akuter Gefahr. Seit dem 29. Mai ist ein Konkursverwalter durch Gerichtsentscheid berechtigt, im Auftrag der Eigentümerfamilie alle beweglichen Vermögensgegenstände auf dem Betriebsgelände zu erfassen und unmittelbar an beliebige Interessenten zu veräußern. Er hat Zugriff auf sämtliche beweglichen Güter, auf den Maschinenpark und Werkzeuge, auf Rohstoffe und Produkte, auf die den Arbeitern gespendeten Fahrzeuge, aber auch auf Einrichtungen und Geräte der Zweigstelle der Sozialklinik, die sich im Betrieb befindet, ebenso auf das Lager mit Hilfsgütern für Flüchtlinge.  Mit dem Einsatz von Polizeigewalt ist zu rechnen.

VIO.ME ist immer noch der einzige Betrieb in Griechenland, den die Arbeiter nach der Flucht der Eigentümerfamilie besetzt und inzwischen seit 4 ½ Jahren in Arbeiterselbstverwaltung fortgeführt haben. Wichtig für das Fortbestehen des Projekts war und ist die Unterstützung in der griechischen Bevölkerung, in Thessaloniki und darüberhinaus, aber auch die vielfältige internationale Solidarität. Das GSKK  hat seit 2012 Kontakt mit den VIO.ME-Kollegen und hat die politische und materielle Unterstützung in Deutschland mitorganisiert.

Wir rufen nun auf zur Solidarität mit der Erklärung der VIO.ME-Kollegen und zum Einstehen für ihre Forderungen, damit sie sich in der jetzigen bedrohlichen Situation auf die internationale Solidarität stützen und Druck auf die Parlamentsfraktion von Syriza und die Regierung ausüben können.  Weiterlesen

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Athen: City Plaza Hotel muss bleiben!

Foto: Χώρος Στέγασης Προσφύγων City Plaza Facebook

Seit der Besetzung im April 2016 leben Hausbesetzer und Flüchtlinge gemeinsam im City Plaza in Athen, einem ehemaligen 3-Sterne-Hotel, das während der Krise in Konkurs gegangen war und daraufhin jahrelang leer stand. Es ist eine wirkliche Alternative zu den inhumanen Flüchtlingslagern in Griechenland und bietet über 400 Menschen auf der Flucht ein sicheres und menschenwürdiges Leben. Das Leben wird von Aktivist*innen und Flüchtlingen kollektiv und demokratisch organisiert. City Plaza erhält keine Unterstützung von der Regierung, es wird aufrechterhalten durch Eigeninitiative und freiwillige Arbeit von Aktivist*innen, durch die Solidarität in Griechenland und weltweit.

Doch nach einem Gerichtsbeschluss Anfang Juni ist City Plaza von der Zwangsräumung bedroht, wie zuvor schon zwei andere besetzte Häuser in Athen. Die Bewohner und ihre Unterstützer leisten Widerstand und kämpfen  für den Erhalt dieses politischen Projekts und Zentrums der Solidarität mit Menschen auf der Flucht.

Das GSKK ruft auf zur Unterstützung der Petition:
Hände weg vom City Plaza und allen besetzten Häusern!

Weitere Informationen:
Bericht OXI-Blog,  Jan. 2017 (deutsch)
„Bestes Hotel in Europa“  (engl.)

Und sogar die Süddeutsche Zeitung berichtete positiv.

 

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Verdi-Konferenz fordert: Keine Privatisierung der griechischen Wasserversorgung

 

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Der Umgang der bundesdeutschen Machtelite mit der Reparationsfrage – eine Dokumentation

Bis zum Sankt Nimmerleinstag. Der Umgang der bundesdeutschen Machtelite mit der Reparationsfrage – eine Dokumentation

von Karl Heinz Roth

Um die Jahreswende 1945/46 fand in Paris eine Inter-Alliierte Reparationskonferenz statt, auf der Griechenland Kriegsentschädigungen im Umfang von 7,1 Milliarden US-Dollar zugesprochen wurden. Durch diesen Betrag sollte Griechenland in den Stand versetzt werden, die Folgen der deutschen Besatzungsherrschaft zu überwinden. Die Deutschen hatten Griechenland im April 1941 überfallen und in den folgenden dreieinhalb Okkupationsjahren schreckliche Massaker an der Zivilbevölkerung verübt. Sie hatten über 1.0000 Ortschaften niedergebrannt, die Rohstoffressourcen geplündert, hohe Defizite im bilateralen Handelsverkehr aufgebaut und die Zentralbank zur Finanzierung ihrer Kriegführung im östlichen Mittelmeer und in Nordafrika gezwungen. Dadurch war es zu einer Hyperinflation mit einem extremen Anstieg der Lebensmittelpreise gekommen. Allein im Winter 1941/42 verhungerten 100.000 Menschen. Beim Rückzug im Herbst 1944 zerstörten die Deutschen drei Viertel der griechischen Handelsflotte und 80 Prozent des Straßen- und Schienennetzes.

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