„Von Viome bis Chalkidiki – in unseren Händen die Region und die Produktion“

Am 11. Dezember demonstrieren die Komitees gegen den Goldabbau in Skouries (Chalkidiki), die Viome-Kolleg*innen (se.viome) und die Solidaritätsinitiative Viome gemeinsam in Thessaloniki.

Video

Auch die fünfte Runde der Zwangsversteigerungen, die die Existenz von Viome bedrohen, ist am 13. Dez. ergebnislos ausgegangen. Die Gefahr ist jedoch nicht gebannt.

Video (griechisch)

Vom 14. bis zum 16. Dezember findet auf dem Gelände der Viome ein Fest der ökologischen Landwirtschaft und des Kunsthandwerks von Thessaloniki mit Ausstellungen und musikalischen Veranstaltungen statt.

Ab nächster Woche wird Viome aktiv die Solidaritätskundgebungen bei den weiteren Prozessen in Sachen Goldabbau unterstützen.

Weitere Informationen zum Widerstand gegen den Goldabbau

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Syriza wird repressiv

Die Regierung von Alexis Tsipras versprach ein Ende der Kürzungspolitik. Doch sie verteidigt die Banken gegen die Opfer von Zwangsversteigerungen und verfolgt alle, die sich dagegen auflehnen.

Eric Vernier (CC BY-SA 2.0)

Innerhalb der internationalen Linken ist bei vielen der Eindruck entstanden, die Lage in Griechenland würde sich langsam zum Besseren wenden und mit der Syriza-Regierung sei weiterhin eine linke Kraft an der Macht, welche die Interessen von Arbeiterinnen und Armen unter schwierigen Bedingungen verteidige. Für alle, die solche Ansichten vertreten, gab es in letzter Zeit einige böse Überraschungen.

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„Die Reparationsschuld ist nicht erledigt“

Interview – Deutsche Welle (Katarzyna Domagala-Pereira)

Die Reparationsfrage ist immer noch offen und Deutschland sollte zahlen, meint der Historiker Karl Heinz Roth. Polen, Griechenland und andere Länder müssten dabei kooperieren.

DW: Die Regierungen in Athen und Warschau halten die Reparationsfrage für nicht erledigt. Was sind die wichtigsten Unterschiede in der Reparationspolitik und – schuld bezüglich Griechenland und Polen?

Karl Heinz Roth: Die Zerstörungen in Polen waren zweifellos die größten. Dort sind die Deutschen mit einer systematischen Planung vorgegangen, dem Generalplan Ost. Sie wollten Polen germanisieren. Anders in Griechenland, wo die Deutschen nur Flotten- und Luftwaffenstützpunkte in Thessaloniki und auf Kreta einrichten wollten. Ansonsten suchten sie nach einer Kollaborationsmöglichkeit. Sie wurden jedoch durch die Vehemenz des Widerstands völlig überrollt und haben dann besinnungslos Massaker begangen. Es bestand jedoch keine Zerstörungsplanung dahinter. (…)

Sie haben mit Ihrem Buch über Reparationen für Griechenland zu Beginn der Schuldenkrise angefangen und hatten die Idee, dass man die Schulden mit der Besatzungsanleihe, zu der die griechische Nationalbank gezwungen worden ist, begleichen soll. Wie realistisch war der Vorschlag? (…)

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Pressemitteilung über den heutigen Tag (28.11.) bei RiMaflow

Übersetzung des Textes auf der Facebook-Seite von Rimaflow (Auszüge)

Wie schon immer von den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, die das Projekt am Leben gehalten haben, gefordert, wurde heute um 9.30 Uhr in der Präfektur Mailand ein Protokoll über die Vereinbarung zwischen Ucl-Unicredit Leasing und der Genossenschaft RiMaflow sowie den Zeugen Marco Cab (Unternehmer) und dem Direktor der Ambrosianischen Caritas Luciano Gualzetti unterzeichnet.

Der Präfekt hat auf der Grundlage des zwischen den Parteien vereinbarten Weges, der in den kommenden Monaten eine rechtzeitige Überprüfung vorsieht, die für den heutigen Tag geplante Räumung,bis zum 30.April 2019 ausgesetzt, bis nach Ablauf des vorgesehenen Verfahrens, UCL (Unioncredit Leasing) erkennt zum ersten Mal die Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen von RiMaflow und ihre Genossenschaft als „Fabrik“ und als Gegenpartei an. Weiterlesen

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RiMaflow muss leben und wird weiter leben!

Sie wollen Rimaflow und damit 120 Jobs auslöschen:
Mittwoch, 28 November, ab 8 Uhr ,
wir warten auf euch in der Fabrik.

Alle gegen die drohende Räumung!!!

Verbreiten und mitmachen…
Am 28 November von 8 Uhr morgens werden wir alle  in Rimaflow sein!

Am Mittwoch, den 28 November droht Unicredit Leasing,die Räumung der Unterkünfte des Projekts an.

Sie wollen die Erfahrung der Arbeiter und des Mutualismo vernichten, die in fast sechs Jahren aus dem nichts und ohne Hilfe 120 Arbeitsplätze geschaffen haben.
Das Dekret des Gerichts ermöglicht es, die Befreiung des Gebiets von Personen und Dingen zu erlauben, während die staatlichen Organe eine Untersuchung über die illegale Entsorgung von Abfällen durchgeführt haben. Diese führte zu der Anschuldigung von Rimaflow als Teil einer kriminellen Vereinigung und zur Festnahme des Präsidenten unserer Genossenschaft. Weiterlesen

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Rimaflow bedroht

Mailand -Italien

Quelle

Die Genoss*innen der seit 6 Jahren in autonomer Selbstverwaltung betriebene Fabrik Rimaflow brauchen dringend internationale Solidarität!
Das Projekt soll am kommenden Mittwoch von der Staatsmacht angegriffen werden.
Die neue linke italienische Partei „Potere al Populo“ (Die Macht dem Volk) verbreitet von Mailand aus den Aufruf der Fabrikbesetzer und bittet um internationale Solidarität.

Erst Mitte Oktober fand mit großem Erfolg das erste CoOpenAir-Festival („Vom Protest zum sozialen Protest“) auf dem Gelände des  besetzten und selbstverwalteten Betriebs VIO.ME statt, getragen von ca. 20 selbstorganisierten, basisdemokratischen Kollektivprojekten aus ganz Europa. Neben serbischen Genoss*innen waren auch Vertreter von Rimaflow unter tausenden anwesend.

Weitere Informationen zum CoOpenAir-Festival in Thessaloniki

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Studie: EU-Kürzungspolitik verletzt Menschenrecht auf Nahrung in Griechenland

Fast 40 Prozent der ländlichen Bevölkerung sind von Armut bedroht

Brüssel, Wien. 20. November 2018. Eine neue Studie dokumentiert die katastrophalen Auswirkungen europäischen Kürzungspolitik auf die Landwirtschaft und die Ernährungssicherheit in Griechenland. Die Staaten der Eurozone haben dabei durch ihre Auflagen an Griechenland ihre internationalen Verpflichtungen für das Menschenrecht auf Nahrung verletzt. Fast 40 Prozent der ländlichen Bevölkerung in Griechenland sind von Armut bedroht, die Ernährungsunsicherheit hat sich im ganzen Land verdoppelt. Die Studie „Democracy Not For Sale: The Struggle for Food Sovereignty in the Age of Austerity in Greece“ wird heute vom Transnational Institute, FIAN International und Agroecopolis präsentiert.

Die wichtigsten Ergebnisse der Studie:

•    38,9 Prozent der ländlichen Bevölkerung in Griechenland sind von Armut bedroht.
•    Etwa 40 Prozent der griechischen Kinder sind von materieller Armut und sozialem Abstieg betroffen.
•    Die Arbeitslosigkeit im ländlichen Raum ist zwischen 2008 und 2013 von 7 auf 25 Prozent gestiegen. Gleichzeitig sank dort das Pro-Kopf-Einkommen um 23,5 Prozent.
•    Der Anteil der Haushalte, die sich nicht jeden zweiten Tag Mahlzeiten mit Fleisch, Huhn, Fisch (oder vegetarischem Äquivalent) leisten können, hat sich während der Krise von etwa 7 Prozent im Jahr 2008 auf mehr als 14 Prozent im Jahr 2016 verdoppelt. Trotz des enomen Rückgangs der Einkommen stiegen die Lebensmittelpreise in der Krise schneller als in der Eurozone.

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